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Die dritte Kolonne von Franz Hohler



Surreale Satire

Fotomit Ruth Gundacker, Jacqueline Walser, Markus Rub
1997 am Theater 1230 Bern

Die Regisseurin Rita Portmann hat Hohlers fünfviertelstündiges Stück mit viel Verständnis inszeniert. Sie lässt seine Elemente der Komik wirken und löst so beim Publikum viel Gelächter aus; aber sie überdeckt nicht den Untergrund, der gar nicht so lustig ist. Die Abläufe steuert sie präzis, ohne Brüche und Schwächen, die beiden Darstellerinnen hat sie auf dem scharfen Grat zwischen Komödie und Satire sicher zum Ziel geführt.
Der Bund, 11. Januar 1997 (Charles Cornu)

Vom Theater 1230 geschickt inszeniert, wirkt es surreal komisch und bedrohlich aktuell... Rita Portmanns intelligente Regie nutzt jede Möglichkeit zur Komik und trägt damit das Stück...
Berner Zeitung, 11. Januar 1997 (Marie-Louise Zimmermann)

Groteskes, Komisches und Beklemmendes vereint das Stück „Die dritte Kolonne“ von Franz Hohler... Rita Portmanns Inszenierung... spielt gezielt mit diesen Elementen und setzt grelle Kontraste.
Berner Tagwacht, 11. Januar 1997 (Elio Pellin)

Rita Portmanns Inszenierung im Berner Theater 1230 hat daraus einen spannenden Abend gemacht... Rita Portmann ist es gelungen, mit einer leisen, differenzierten Inszenierung den beiden beteiligten Frauen die Entfaltungsmöglichkeiten zu geben, die eine solchen Abend prägen...Wie Regie und Darstellerinnen das Auseinanderfallen scheinbar festgefahrener Abläufe mit einem veritablen Rohrpostbombenballett umsetzen, mit choreographischen Mitteln also, macht dabei einen besonderen Reiz aus.
Szene Schweiz, 11. Januar 1997 (Hans-Ueli Moser-Ehinger)

Rita Portmann hat mit einer genauen Regie die Anonymität, in der solche Arbeit verrichtet wird, herausgearbeitet.
Stehplatz Februar 1997

(ganze Kritiken)

"Die dritte Kolonne" spielt in einem Keller  (und passte damit gut ins Berner Altstadt-Kellertheater des Theater 1230) eines Medikamentenumschlagplatzes.
Dort müssen eine ältere Frau und eine jüngere, eben dazu gekommenen Frau zusammenarbeiten. Das Stück zeigt, wie sie einander iriitieren und schliesslich miteinander anfreunden.

Das Stück stammt aus den 70er Jahren und von einem bekannten Schweizer Kabarettisten. Weniger die Ideologie hinter dem Stück als seine absurden Züge waren für die Inszenierung wichtig.
Im Zentrum waren die komischen, traurigen, paradoxen Seiten der Figuren. Realismus war höchstens als psychologischer von Interesse. Zur Stilisierung diente beispielsweise der Ton (z. Bsp. Rohrpost-Bomben-Choreographie zu „Modern Times“ von Charlie Chaplin).
Die Szenenfolge, die Hohlers „Die dritte Kolonne“ darstellt, wurde verändert, um den Spannungsbogen verbessern zu versuchen.

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