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„Ihr Lieben, viel zu weit entfernten“ - Die Briefe der Louise Jacobson (SEA)Authentischer Text mit Jacqueline Walser ![]() 1997 am Theater 1230 Bern Die Inszenierung von Rita Portmann behandelt uns wie das Leben Louise. Immer sind es Kleinigkeiten, bei denen einen hinterrücks die Emotion überwältigt: beim Blick auf die Gärten der Wachposten,... wenn die Hoffnung auf künftige Freiheit in einem einzigen Satz daher kommt: Du musst mich dann ganz besonders verwöhnen, Nadia ...... Der Bund, 11. Oktober 1997 (Esther Ackermann) "Ihr Lieben, viel zu weit entfernten" sind die Briefe der jüdischen Gymnasiastin Louise Jacobson, die sie 1942 und 1943 aus dem Gefängnis und dam Sammellager Drancy an ihre Familie und an ihre Freundinnen schrieb, bevor sie nach Auschwitz deportiert und dort vergast wurde. Die Inszenierung arbeitet mit einfachen Mitteln (Bühnenbild, Kostüm), dem Thema und den Brieftexten ist nichts entgegenzusetzen. Hingegen sollen auch die humorvollen Seiten von Louise gezeigt werden, die Leichtigkeit der ernsten Vorlage. Die Briefe wie die Inszenierung zeigen eine ganz normale junge Frau, die die gleichen Interessen und auch Ängste hat, wie andere junge Leute. Ganz auf sich allein gestellt, zeigt sie doch erstaunlich wenig Selbstmitleid, stattdessen spricht sie ihrer Familie Mut und Trost zu. Die Bühne ist Guckkastenbühne. Die Schauspielerin tritt im Dunkeln mit dem Zuknallen der Notausgangtür des Theaters 1230 auf und geht am Schluss des Stücks durch den Ausgang ab. Das Bühnenbild besteht nur aus zwei Podesten, die Louises Pritsche darstellen. Das Kostüm ist ein Rock, der, nur leicht abgeändert, aus der Zeit stammen und doch gleichzeitig auch heute von einer jungen Frau getragen werden könnte (denn er stammt aus einem Berner Warenhaus einer internationalen Kette). Wichtig war, den Jugendlichen heute Louise nahe zu bringen. In die deutsche Übersetzung wurden französische Redewendungen eingebaut, um den französischen Charme der Briefe zu verstärken (das war möglich, da in der Schweiz Französisch eine der Landessprachen ist). Fotos Kritik Videos |
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