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's isch immer SO gsi!



Ein Stück Solothurner Stadtgeschichten open-air mit Figurenspiel und Tanz
Fotos
mit Esther Ris, Hans Ruchti, Phlipp Siegel und 12 AmateurspielerInnen
2008

"'s isch immer SO gsi!" ist ein Stück mit Solothurner Stadtgeschichten, über den Reliquienhandel, wie Hans Roth Solothurn vor den Raubrittern warte, was ein Angestellter am Hof des Ambassadors über diesen zu sagen hat, mit Hexe, Henker, Brasilien-Emigrantin, Aussätzige, eine Seiltänzer-Familie und natürlich Niklaus Wengi und wie es fast zum Religionskrieg kommt. Mit Figurenspiel und Tanz (Figuren von Eva Ruch und Choreografie von Franziska Zuber).

Am Anfang war das Wort, das Wort auf der St.-Ursen-Treppe: Ein kurzer Abriss des keltischen Anfangs der Geschichte Solothurn mit den St.-Urs- und St.-Viktor-Spezialisten, die übrigens ca. im 4. Jahrhundert ihren Märtyrertod erlitten, also nicht die Spezialisten, sondern unsere Stadtheiligen - sofern es sie überhaupt gegeben hat.

Am Baseltor spielt die Legende um Hans Roth, er soll 1382 Solothurn vor Raubrittern gewarnt haben.

Im Hof des Ambasssadorenhofs erwartet Sie David François de Merveilleux, der seinen Reisebericht ca. 1739 veröffentlich hat.

Magdalena Marti wurde 1707 als Hexe hingerichtet: Erst wurde sie auf einem Karren rückwärts zum Rathaus gefahren und ihr dort das Urteil verlesen. Dann musste die geständige Hexe auf dem Platz vor der St.-Ursen-Kathedrale Gott um Verzeihung bitten. Bei St. Katharinen wird sie zuerst erdrosselt und ihr gleichzeitig die Hand abgehauen, dann auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ihre Asche wird verstreut.

Am 2. September 1644 hatte der Seiltänzer Perro Palumar in Solothurn seinen Auftritt: Er spannte sein Seil von der alten St.-Ursen-Kirche bis vor das heutige Kino Palace und tanzte dann dieses Seil hinunter.

Der Wengi-Geist der Stadt Solothurn stammt aus dem Jahr 1533, als Schultheiss Niklaus Wengi der Jüngere vor die Kanone stand, damit der Konflikt zwischen Katholiken und Reformierten nicht mit Waffen ausgetragen wurde.

Wichtig fürs Stück: die Heiligenverehrung von Urs und Viktor und der Reliquienhandel (welcher Handelsverbindungen mit anderen Städten festigte) für Solothurn waren.
Und der Solddienst, der die bürgerlichen Rechte der Zunftsmitglieder unterhöhlte und das Patriziat in Solothurn schaffen half. (Denn noch im Mittelalter wurde die Stadt von im "Rosengarten" neben der Franziskanerkirche gewählten Abgeordneten aus den Zünften regiert, "legiferiert", und sie hielten auch Gericht.)
Das erwähnte Patriziat entstand duch Handwerker, die als Söldner die Welt kennenlernten, mit gutem Geld, Weltläufigkeit und gar mit einem "von" vor ihrem Namen zurückkamen. Damit waren sie den daheimgebliebenen Zunftsmitgliedern schnell überlegen und konnten sie in den Sack stecken.
So konnten erst die Reformation und auch Zwinglis Kritik am Solddienst, sowie später die Aufklärung und die französische Revolution auch in Solothurn auf viele Anhänger stossen.

Ensemble
 Stadtführerin Esther Ris
 Schauspieler 1 Hans Ruchti
 Schauspieler 2 Philipp Siegel
 Assistentin der Stadtführerin Olivia Gasche
 Assistentin des Monsieur de Merveilleux Denise Horat
 Chef-Assistentin von Hans Roth Susanne Walliser
 Assistentin von Hans Roth Monika Schmied
 Hexe Dora Gehri
 Henker Roland Stauber
 Töchterli des Seiltänzers Palumar Deborah Kölliker
 Signora Palumar Petra Kölliker
 Gaukler in der Truppe des Seiltänzers Dieter Schumann
 Aussätzige Leonie Krattiger
 Emigrantin nach Brasilien Marianna Krattiger
 Journalist Kanuka Simpson

 Regie Rita Portmann
 Choreografie Franziska Zuber
 Kostüme Sandra Weber
 Figuren, Requisiten-Bau Eva Ruch
 Maske Irene Jäggi Bonavoglia, Christine Husi
 Assistenz Regie/Produktion Oleg Kaufmann

Fotos
Kritik im Solothurner Tagblatt vom 21. Juli 2008
Video

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